Jahresbericht des Präsidenten zu Handen der 79. Generalversammlung des Ski-Klub Dietikon vom 21. November 2008
Wir standen kurz vor einer entscheidenden Wende; Sektenführer, Wahrsager und andere Scharlatane nutzen die Gunst der Stunde und prophezeiten den gänzlichen oder teilweisen Untergang der Welt; die Computer würden streiken und der Menschheit würden die Sünden der letzten Jahrtausende vor Augen geführt; es werde das nackte Chaos ausbrechen. Und in diese pessimistische Zeit, wir standen kurz vor dem Jahrtausendwechsel, wurde ich als Präsident des SKD gewählt.
Das Chaos ist ausgeblieben, die grossen Veränderungen hatten nichts mit der Jahrszahl zu tun und Vieles ist wie immer. Letzteres trifft speziell auf das Folgende zu: Immer anfangs November setze ich mich vor den Computer und versuche, das anfängliche Durcheinander im Kopf auf die Reihe zu bringen. Aber trotz jahrelanger Möglichkeiten des Übens, fällt es mir nicht leichter den Jahresbericht des SKD zu Papier zu bringen. Aber ich habe mir wie immer Mühe gegeben.
Leicht war es auch an der letzten Generalversammlung vom 23. November 2007 nicht. Die Tisch-Sets, vom Restaurant zufällig ausgewählt, passten nur bedingt zur damaligen Stimmung im Saal. „Reini Nerväsach, Lustspiel in drei Akten“ stand auf diesen Sets. Wir hatten mehr als drei Traktanden und es war nicht immer lustig, aber zuweilen Nervensache. Bereits damals gab die Kasse zu Reden. Nicht weil sie von Doris letztmals präsentiert wurde, sondern weil sie praktisch leer war. Aber trotzdem und obwohl noch eine Statutenänderung vorgenommen wurde, konnten wir uns um 22.15 Uhr den Genüssen aus der Heimat-Küche hingeben.
Fast nur kulinarisch ging es am Chlauswochenende vom 1. und 2. Dezember 2007 zu. Jürg Diggelmann und ich bekochten die Anwesenden mit Tomatensuppe, Salat, Gehacktem mit Hörnli und frischem Apfelmus. Nicht so währschaft-schweizerisch war der Chlaus. Man wusste sofort, der kommt von einem Land in das ich nicht einreisen will, weil ich mich weder nackt scannen lasse noch bereit bin, mein Innerstes nach Aussen zu kehren. Und in schöner US-amerikanischer Manier las er uns dann noch die Leviten. Sein Schmutzli murmelte dabei - in leicht gebückter Haltung - immer nur O.K., O.K. in seinen Bart.
Allerdings, etwas war ganz unamerikanisch. Zu guter Letzt brachte er uns nämlich Geschenke in Form von Schokolade, Mandarindli und den offenbar auch in Amerika bekannten Ferrari-Nüssli. Deshalb wurde der Chlaus immer wieder geküsst und ich lud ihn kurzerhand ein, nächstes Jahr wieder nach Flums zu kommen
Etwa zeitgleich mit dem pfeifferschen Drüsenfieber, das unseren Roger Federer fast flach gelegt hat, fragte ich an der ersten Monatsversammlung vom 17. Januar 2008: Was ist zu tun, wenn ein bald 80-jähriger Patient an 39 Grad Fieber leidet. Und diese Frage war in zweierlei Hinsicht keineswegs abwegig. Aufgrund der wenig Anwesenden nahm ich an, dass das Fieber auch anderweitig ausgebrochen ist. Sodann fieberte die Kasse tatsächlich. Diese Frage löste eine ungeahnte Diskussion aus. Trotz nur 7 Besuchern und einer vorgesehen minimalen Änderung des Reglements für das Klubrennen, gab es heisse Köpfe, sodass die Versammlung erst gegen 21.30 Uhr geschlossen werden konnte. Trotz der damaligen Hektik haben wir auf Empfehlung von Phil Koukoui das Plausch-Wochenende um eine Woche vorverschoben, da es andernfalls mit dem Eröffnungsspiel der Schweiz an der Euro 08 zusammengefallen wäre.
Heiss, aber in einem ganz anderen Sinne, ging es auch am Klubrennen zu. Monika Gschwend und Beatrice Schickmüller organisierten den Anlass mit Bravour auf der Piste, Die Familie Rothenberger offerierte die Kürbiscreme-Suppe; den gemischten Salat und das Schweinsfilet überbacken samt vorzüglichem Wein und Dessert. Sie meinten, dass sie am Plauschweekend nicht dabei sein können, aber ihren Beitrag in die Klubkasse trotzdem leisten wollen. Da dieser Anlass ins Wasser fiel, stellt sich mir die Frage, ob wir noch eine Rechnung zu erwarten haben. Spass beiseite, aber ein riesiges Dankeschön an die Rothenbergers.
An diesem Wochenende haben also alle gewonnen. Die gravierten Pokale aber, gingen an der Monatsversammlung vom 18. März 2008 an:
Damen: Beatrice Schickmüller
Damen – Seniorinnen: Yvonne Inderbinen
Herren: Simon Kaufmann
Herren - Senioren und Klub-Meister: Koni Häni
Snowboard Damen: Daniela Niedermann
Mädchen und Klub-Meisterin: Michelle Kaufmann
Knaben: Fabian Müller
Pechvogelpreis: Wurde nicht vergeben
Der Gast Markus Bättig gewann den Handicap mit einer geschätzten Differenz von 24 Hundertstel-Sekunden.
Im Juni boten das Musikfest und im September der Big-Band-Anlass Gelegenheit, etwas Geld zu erwirtschaften, was total Fr. 3'150.-- ergeben hat. Vielen Dank an die vielen Helfer. Einen ganz speziellen Dank an Erika Koukoui, die sich spontan bereit erklärte, für ein ausfallendes Mitglied einzuspringen.
Währenddessen sich die Fussball-Nati auf die Euro08 vorbereitete, traf ich mit Jürg Diggelmann die ersten Vorkehrungen (Menüplan), um am Klubtreffen in den Flumserbergen in der Küche eine Auszeichnung zu holen. Wie wir alle wissen, wurden beide Vorhaben zu Tiefschlägen. Soweit es mich betrifft, will ich nicht noch einmal ausführlich darauf eingehen. Immerhin folgendes sei erlaubt: Es war schon ein absoluter Tiefpunkt und ich entschloss mich zu einer Rückbesinnung und Beantwortung der Frage, ob ich der richtige Mann am richtigen Ort bin. Ersteres war erfolgreich. Ich werde den Vorstand zu überzeugen versuchen, es das nächste Jahr noch einmal anzupacken. Das Zweite, meine Wahl als Präsident, muss die heutige Versammlung entscheiden.
Am Mittwoch, dem 28. Mai 2008 fand sich eine illustre Schar zusammen, um auf dem Altberg bei Würsten, Käse, Salat, Bier und Wein den schönen Abend zu geniessen. Zwecks Hebung des Blutzucker-Spiegels für den Aufstieg und zur Verhinderung eines allfälligen Hunger-Astes verteilte Beatrice bereits unten im Weininger-Rank Früchte und aufmunternde Worte.
Etwas - zum Glück - eher seltenes passierte am 16. August 2008 - hier in der Heimat. Die Finanzkrise hatte unsere Klubkasse, wie schon befürchtet, früher erreicht als die übrige Wirtschaft. Es musste zu einer ausserordentlichen Generalversammlung eingeladen werden. Und ich verdanke hier noch einmal Eure damalige Bereitschaft, der Kasse durch eine Erhöhung der Hypothek wieder einigermassen auf die Sprünge geholfen zu haben. Es hat uns etwas Schnuuf gebracht, wenngleich der Kassen-Defibrillator immer noch in Griffweite sein muss.
Mit dem Herbst kommt dann regelmässig der Tag der Hüttenputzete. Bei schönstem Wetter habe ich unzählige helfende Hände gezählt. Dafür gab es nicht nur den persönlichen Dank unseres Hüttenchefs, sondern auch noch feine Schnitzelbrote. Alles weitere erzählt Euch Martin.
Es ist viel von der Kasse gesprochen worden. Das mag dem einen oder anderen Mitglied lästig erscheinen. Dafür habe ich durchaus Verständnis. Aber für mich ist sie im derzeitigen Zustand eine Belastung. Wir alle werden daran also noch hart arbeiten müssen.
In diesem Sinne will ich zum Finale übergehen und Euch für Euer heutiges Erscheinen ganz herzlich danken. Einen nicht minder herzlichen Dank verteile ich auch an alle meine Vorstandskolleginnen und -kollegen. Ganz speziell will ich mich an dieser Stelle auch bei Corinne Zünd bedanken. Die mit der Hüttenvermietung einen Super-Job leistet. Ebenso gilt mein Dank an unseren Homepageverantwortlichen Heinz Kaufmann. Aber auch den vielen anderen Mitglieder, die irgendwie zum Vereinsleben beigetragen haben, dürfen an dieser Stelle des Dankes nicht vergessen werden.
So, nun wünsche ich Euch noch einen schönen Verlauf des Abends, alles Gute, verbunden mit der Hoffnung, viele von Euch am Chlausweekend wieder zu sehen.
Euer Präsident
Andreas Inderbinen
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